Identifikation personenbezogener Daten: Was sind personenbezogene Daten?
Unterscheidung zwischen „normalen“ und „sensiblen“ Daten.
Die Identifikation personenbezogener Daten ist ein kritischer Aspekt der Arbeit eines Softwareentwicklers. Der Schutz dieser Daten ist nicht nur eine rechtliche Pflicht, sondern auch ein ethischer Grundsatz, der das Vertrauen der Nutzerinnen und Nutzer in die Technologie stärkt. Die folgenden Lerninhalte sollen Softwareentwicklern ein tieferes Verständnis für die Unterscheidung zwischen verschiedenen Arten personenbezogener Daten vermitteln und ihnen helfen, diese in ihrer täglichen Arbeit zu identifizieren und angemessen zu behandeln.

Was sind personenbezogene Daten?
Personenbezogene Daten sind Informationen, die direkt oder indirekt, allein oder in Verbindung mit anderen Informationen zur Identifikation einer natürlichen Person verwendet werden können. Im Kontext der Softwareentwicklung bedeutet dies, dass fast alle Daten, die von einer Anwendung gesammelt werden, als personenbezogene Daten betrachtet werden können, wenn sie eine Person identifizierbar machen.
Personenbezogene Daten sind z. B.:
- Name und Vorname
- Wohnadresse
- E-Mail-Adresse
- Telefonnummer
- Geburtsdatum
- IP-Adresse
- Standortdaten
- Identifikationsnummern (z. B. Sozialversicherungsnummer oder Führerscheinnummer)
Darüber hinaus können personenbezogene Daten auch in Form von digitalen Identitäten existieren, z. B. als Benutzername, Profilbild, Online-Identifikator, und sogar die Interaktionen von Nutzerinnen und Nutzern mit einer Anwendung oder Website umfassen.
Sensible personenbezogene Daten
Sensible personenbezogene Daten sind eine spezielle Kategorie von Daten, die wegen ihres Inhalts ein höheres Risiko für die Grundrechte und Freiheiten der betroffenen Personen darstellen. Diese Daten erfordern zusätzlichen Schutz und die Verarbeitung ist gemäß der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) strengen Bedingungen unterworfen.
Zu den sensiblen personenbezogenen Daten gehören Informationen über:
- Ethnische Herkunft
- Politische Meinungen
- Religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen
- Gewerkschaftszugehörigkeit
- Genetische Daten
- Biometrische Daten zur eindeutigen Identifizierung einer Person
- Gesundheitsdaten
- Daten zum Sexualleben oder zur sexuellen Orientierung
Unterscheidung in der Praxis
Als Softwareentwickler ist es wichtig zu verstehen, wie personenbezogene Daten identifiziert und von anonymen Daten unterschieden werden. Anonyme Daten sind Informationen, die nicht mit einer identifizierbaren Person in Verbindung gebracht werden können. Die Anonymisierung von Daten ist ein Prozess, bei dem personenbezogene Daten so bearbeitet werden, dass die betroffenen Personen nicht oder nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand identifiziert werden können.
Die Unterscheidung ist kritisch, da die Verarbeitung von anonymen Daten nicht unter die DSGVO fällt. Allerdings müssen Entwickler sicherstellen, dass die Anonymisierung irreversibel ist. Pseudonymisierung, bei der die Identifikatoren durch ein Pseudonym ersetzt werden, ist ein Schritt in diese Richtung, aber sie bietet keinen vollständigen Schutz, da die Zuordnung zu einer Person mit Zusatzinformationen möglich ist.
Unterscheidung in der Praxis
Als Softwareentwickler ist es wichtig zu verstehen, wie man personenbezogene Daten identifiziert und von anonymen Daten unterscheidet. Anonyme Daten sind Informationen, die nicht mit einer identifizierbaren Person in Verbindung gebracht werden können. Die Anonymisierung von Daten ist ein Prozess, bei dem personenbezogene Daten so bearbeitet werden, dass die betroffene Person nicht oder nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand identifiziert werden kann.
Die Unterscheidung ist kritisch, da die Verarbeitung von anonymen Daten nicht unter die DSGVO fällt. Allerdings müssen Entwickler sicherstellen, dass die Anonymisierung irreversibel ist. Pseudonymisierung, bei der die Identifikatoren durch ein Pseudonym ersetzt werden, ist ein Schritt in diese Richtung, aber sie bietet keinen vollständigen Schutz, da die Zuordnung zu einer Person mit Zusatzinformationen möglich ist.
Rolle des Softwareentwicklers
Softwareentwickler müssen bei der Gestaltung von Systemen und Anwendungen die Identifikation und den Schutz personenbezogener Daten berücksichtigen. Dies beginnt bei der Konzeption: Daten, die nicht für den Betrieb der Anwendung notwendig sind, sollten gar nicht erst gesammelt werden (Datensparsamkeit). Ist die Erfassung unumgänglich, sollten Entwickler ensprechende Maßnahmen einplanen, z. B. Verschlüsselung, Pseudonymisierung und die Sicherung der Datenintegrität.
Die Entwicklung von Funktionen, die es Nutzerinnen und Nutzern ermöglichen, ihre Datenschutzrechte auszuüben, z. B. das Anfordern von Auskünften über gespeicherte Daten oder das Löschen ihres Kontos, ist ebenso eine wichtige Aufgabe.
Datenschutz durch Technikgestaltung
„Privacy by Design“ und „Privacy by Default“ sind Konzepte, die in der DSGVO verankert sind und von Entwicklern bei der Arbeit berücksichtigt werden
müssen.
